Der Namensgeber unserer Kaserne Otto Lilienthal

Otto Lilienthal wird 1848 in Mecklenburg-Vorpommern geboren. Vom 8. bis 16 Lebensjahr besucht er das Gymnasium in Berlin/Anklam und führt im Alter von 14 Jahren erste Flugversuche durch. Von 1867 bis 1870 studiert er in Berlin Wirtschaft. Auf dem Dachboden seines Elternhauses führt er Flügelschlagversuche durch. 1870 nimmt er als Kriegsfreiwilliger an der Belagerung von Paris teil. Ab 1872 wird er Konstrukteur bei einer Maschinenfabrik in Berlin.
Lilienthal führt ab
1874 systematische Experimente zur Messung von Flächen in bewegter Luft aus und weißt damit die Notwendigkeit von gewölbten Flächen in der Luft nach. Die Ehe schließt er 1878, ein Jahr später wird das erste seiner 4 Kinder geboren.
1881 eröffnet Lilienthal eine Maschinenbaufabrik und produziert Heizungskessel, Getriebe und Dampfmaschinen. Er nimmt 1888 seine Experimente zur Messung des Luftwiderstandes wieder auf. Zu Studienzwecken hält Lilienthal 4 Störche auf seinem Wohnhaus in Berlin. Dort schreibt er auch sein Buch mit dem etwas sperrigen Namen „Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst. Ein Beitrag zur Systematik der Flugtechnik.“ Zwei Jahre später führt er erste Steh- und Laufübungen mit einem Flugapparat durch.
1891 gelingen ihm Gleitflüge bis 25 Metern, ein Jahr später sind es bereits 80 Meter. Otto Lilienthal entschließt sich, eine Fliegerstation in Steglitz aufzubauen und erzielt bei Gleitflügen jetzt 250m. 1894 konstruiert er den „Normal-Segel-Apparat“, das erste serienmäßig gebaute Flugzeug. Er kann 1895 die Ernte seiner Arbeit einfahren und erhält Besuch aus England, den USA und Russland. Am 8.August 1896 skizziert er ein mit Seilen mechanisch betätigtes Höhenruder, nur einen Tag später stürzt er mit einem „Normal-Segel-Apparat“ ab und stirbt einen Tag später in Berlin.
Otto-Lilienthal hat als Luftfahrt-Pionier unsere Welt revolutioniert.


Geschichte der Otto-Lilienthal-Kaserne

Bauphase 1935-39

Schon in den zwanziger Jahren bestand in Roth und Schwabach eine Gruppe recht rühriger und begeisterter Segelflieger. Ihr späterer Vorsitzender und Initiator der fränkischen Segelfliegerei ist der Rother Fabrikant "Gustl" Zink.
Ernst Udet, als ehemaliger Schwager und Freund von Zink hat zu der Flugbegeisterung in Roth sicherlich beigetragen. Man mußte jedoch ohne eigenen Flugplatz auskommen, da die Bemühungen um ein geeignetes Gelände erfolglos blieben.

Auch Roth bleibt von den geistigen Verirrungen dieser Epoche nicht verschont

Januar 1935
Erste Anzeichen für die Planung eines Flugplatzes in ROTH: Bauern wanten sich in einer Beschwerde gegen die Errichtung eines Flugplatzes auf ihrem Grund und Boden an den Reichsnährstand.

Im Frühsommer 1936
Die Bauleitung für die Übungsstelle Roth-Kiliansdorf zieht in
ein Bauernhaus in Kiliansdorf.

Ab Herbst 1936
Die Vorbereitungsmaßnahmen wie Rodung und Entwässerung sowie Planierung des Flugfeldes werden durchgeführt.

Im Frühjahr 1937
Es beginnen die Bauarbeiten. Als erstes werden errichtet:
- 2 Flugzeughallen
- 1 Unterkunfts- und Wirtschaftsgebäude
- 1 Wachgebäude
- 1 Stabsgebäude mit Offizierskasino

Im Mai 1938
Als erster Truppenteil kommt das Vorkommando der
Flugzeugführerschule E (C) Kiliansdorf auf den Flugplatz nach Roth.

05.08.1938
Kommandeur der Flugzeugführerschule E (C) Kiliansdorf ist der OTL
Steindorf. Diese Schule wurde in Erding für Roth aufgestellt und mit dem Hauptkommando hierher verlegt.
Der Fliegerhorst Roth bzw. die Fliegerhorst-Kommandantur hatte die Bezeichnung 9/XIII (ab 01.01.1945 33/VII) und unterstand dem Flughafen-Bereichs-Kommando 1/XIII in Fürth.
Major Dressel war lange Zeit Fliegerhorstkommandant.
Leiter der Werft war der Oberstabsingenieur Brand.

Im September 1939
Die in Flugzeugführerschule C 9 Kiliansdorf umbenannte Flugzeug-
führerschule E (C) verlegte über Bayreuth/Bindlach nach Altenburg.


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II. Weltkrieg 1939-45

Im Juli 1939
Es wird ein Kampfgeschwader z.b.V. als Transportfliegerverband für den Polenfeldzug 
in Roth aufgestellt. Kommandeur ist OTL Ahlefeld.


06.10.1939
Einige Wochen um den 06.10.1939 ist ein Sturzkampfgeschwader mit JU 87 in Roth.
Ebenfalls um diese Zeit fliegt ein Aufklärungsgeschwader (mögl. Aufklärungsgruppe 123) mit
DO 17 Einsätze über Frankreich.

28.08.-06.10.1939
Der Stab der Luftflotte 3 unter General Sperrle hält sich in Roth auf.

Im September 1939
Roth bildet den E-Hafen für die II. Kampfgeschwader 53.

30.01.1940
Die I./Kampfgeschwader 53 verlegen aus Ansbach nach Roth.
Kommandeur ist OTL Mehnert.

10.05.1940
Das Geschwader soll Einsätze in Frankreich fliegen. Beim Start dazu kam es zu einem Unfall mit 3
HE 111. Die Gruppe kehrte nicht wieder nach Roth zurück, sondern verlegt nach Großostheim bei Aschaffenburg.

08.02.1940 - Mitte 1941
Die 3./Jagdfliegerschule 4 kommt unter Hptm Batz aus Fürth nach Roth und bleibt bis Mitte 1941,
wo die Staffel nach Herzogenaurach verlegt.

Im Oktober 1940
Für einige Wochen waren Heeresaufklärer der 2./H 32 auf dem Fliegerhorst in Roth.

1941
Die Flugzeugführerschule A/B 111 aus Oels bei Breslau kommt nach Roth und verlegt 1942 nach Nancy.


März 1942 Die Flugzeugführerschule C 13 unter Oberst Schlüter verlegt aus Nancy nach Roth.

1943 - 19.07.1944
Diese Schule wird in Flugzeugführerschule B 13 umbenannt und am 19.07.44 in Roth aufgelöst.
Darauf folgt das Jagdgeschwader 111 und das Jagdgeschwader 101.

Aus dem Jagdgeschwader 111 wird am 15.10.44 die II.Gruppe des Jagdgeschwader 104.

Im Januar 1943
In Untersteinbach ob Gmünde beginnen die Arbeiten zum Bau einer "Himmelbettstellung" mit
der Bezeichnung "Stellung/Schwalbe".
Diese Stellung wurde von der 18./Kp/LNRgt 205, mit OLt Tretow als Kompanieführer und 1
.Jägerleitoffizier bis Oktober 1944 zum Oktober 1944 betrieben.

19.07.1944 Die II./Jagdgeschwader 104 mit Major Hemichen als Kommandeur 1. Gruppe auf dem Fliegerhorst Roth angekommen.

14.04.1945 Diese wird aufgelöst. Am selben Tag wird der Rest des Jagdgeschwaders 104 ebenfalls aufgelöst, das am
06.04.1945 aus Fürth nach Roth kam.

Im April 1945 Die 4./Flieger(Schul)Division war ebenfalls in Roth.

08.04.1945
Der Fliegerhorst Roth wurde von der 2nd Air Force Division (US) mit 91 B 24 Bombern bombadiert; diese
Flugzeuge warfen 216,2 to Bomben auf den Flugplatz. Dem Angriff gingen Umfangreiche Aufklärung und Klassifizierung der Amerikaner voraus.

Vor dem Angriff gab es sechs große Flugzeughallen, deren Bauweise sehr unterschiedlich war: Im Anschluß an drei massive Hallen, standen drei sehr einfach ausgeführte Gebäude. Letztere überstanden den Angriff nicht. Die heutige Halle 62 blieb beinahe unbeschädigt. Die heutige Halle 60 dagegen erlitt einen Volltreffer. In der durch mindestens zwei Bomben getroffenen "großen Werft" (heutige Halle 61) wurde unter anderem eine in Roth notgelandete Messerschmitt Me 262 zerstört.

Augenzeugenbericht von Frau Schmidt, Telefonistin auf dem Fliegerhorst
>Es muß wohl gegen 10 Uhr gewesen sein, als sich die Meldungen verdichteten, daß sich ein starker Verband feindlicher Bomber im Anflug auf unser Gebiet befinde. Für mich war es schon Routine auf einer großen Karte die Flugstrecke abzustecken und Alarm auszulösen. Eine unbeschreibliche, fürchterliche Angst überkam mich plötzlich, denn ich wußte diesmal sind wir an der Reihe. Ich weiß noch genau, wie ich in den Raum der Vermittlung stürzte und schrie „macht die Stahlläden zu, sie kommen“!
Nun waren wir eingeschlossen in diesem kleinen Bunker, wie die Maus in der Falle.
Stille, Horchen, Zittern! Dann ein Gedröhne immer näher, lauter und die ersten Bomben. Das Licht ging aus, es wurde finster. An Einzelheiten kann ich mich nicht mehr genau erinnern, nur noch, daß wir alle an der gegenüberliegenden Wand lagen und ich dachte, so jung und schon sterben müssen! Wie lange dieses fürchterliche Dröhnen, Krachen, Schaukeln und Sprengen gedauert hat, weiß ich nicht mehr. Nur noch ein schrecklicher Augenblick ist mir deutlich in Erinnerung. Während dieses Infernos sprang plötzlich ein Eisenladen an einem der Fenster auf, die Scheiben splitterten und eine Welle aus Erde, Steinen und Staub, wurde auf uns geworfen. Wie wir später feststellten, war eine Bombe etwa 10 m an der westlichen Seite unseres Bunkers eingeschlagen und hatte einen tiefen Krater hinterlassen.
Langsam wie ein schreckliches Gewitter verzog sich dieser Höllenlärm. Nach mit Todesangst und verschiedenen kleinen Blessuren rappelten wir uns alle auf. Ich erinnere mich noch, wie ich meine Kleider ausklopfte und meinen Körper abtastete. Gott sei Dank, wir waren alle noch am Leben. Sprechen konnte niemand, aber wir weinten.<

Georg Resch fotografierte zwischen Fürth/Atzenhof und Roth die in großer Zahl flüchtenden Personen. Auf den eindrucksvollen Bilder erkennt man aber nicht nur Soldaten, sondern auch Frauen, Kinder und alte Leute, die auf LKWs, Fuhrwerken, mit Leiterwagen und Fahrrädern oder einfach nur mit dem, was sie tragen können, fliehen. Bei Eibach auf der B 2 vereinigte sich der Strom aus Fürth mit Ausgebombten aus Nürnberg.

20.04.1945 Der Fliegerhorst Roth wird von amerikanischen Truppen besetzt.


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US-Army 1945-56

Die unmittelbare Zeit nach der Besetzung durch US-Amerikaner ist gekennzeichnet durch Unsicherheiten und allgemeinen Mangel. Leider ist über diese kurze aber wichtige Zeitspanne nicht viel bekannt.

Ab 1946 wurde auf dem Gelände des Flugplatzes Roth Tausende Tonnen Bomben und Munition gelagert, zunächst mit LKWs herbeigeschafft, später dann mit der Bahn. Dazu wurde eigens ein Gleis zum Gelände verlegt. Daneben wurde eine Dienststelle zur Entschärfung von Bomben und Munition aus dem Krieg eingerichtet. Es wurden Arbeitskräfte aus der Stadt Roth herangezogen.



Bereits ab 1954 bemühte sich der Fliegerclub Roth e.V., den Platz für den Segelflugbetrieb nutzen zu dürfen. Gegen ein Anerkennungsgeld von DM 10 wurde dieses Anliegen gewährt.

08.02.1956 Das Flugplatzgelände wurde an deutsche Dienststellen übergeben.

16.7.1956 Hauptmann Magg wird von den Luftwaffen-Lehrgängen Ütersen nach Roth kommandiert, um als Führer des Vorauspersonals die Aufstellung des I. Bataillons, Luftwaffen-Ausbildungs-Regiment 2, vorzubereiten.

Am 01.08.1956 meldete sich der erste Rekrut, Flg. Starigk, der versehentlich bereits zum 1.8., statt 15.8. einberufen wurde.

Am 15.08.1956 rückten die ersten 350 Rekruten des Luftwaffenausbildungsregiments 3 in die Kaserne ein.

September 1957 bricht ein Grippewelle in der Kaserne aus. Besuch in der Kaserne wird nicht mehr erlaubt, im San.-Bereich wird eine Isolierstation eingerichtet, Urlaubsanträge werden wg. Personalmangels widerrufen. Auf dem Höhepunkt der Erkrankungen sind 92 Betten im San.-Bereich belegt.


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HFlgStff 4 1956-60

Im Oktober 1956 verlegt ein Vorkommando einer Heeresfliegerstaffel nach Roth, aber bis 1961 sind es allein die Rother Sportflieger, die den Platz fliegerisch nutzen.


Am 15.02.61 zieht erstmals eine militärische Wache vor dem Wachlokal auf.

Am 01.09.1961 wird der Fliegerhorst Heeresflugplatz. Die Heeresfliegerstaffel 4 mit Hubschraubern (AI II) und Flächenflugzeugen (DO 27) setzt die fliegerische Tradition fort.

01.10.61 Fliegerhorstfeuerwehr mit 4 Mann wird in H60 untergebracht

12.-14.12.61 Gefechtsschießen in Wildflecken

22.12.61 43 Soldaten werden vom HFlgAusbBtl aus Andernach zuversetzt

09.04-13.04.62 Stff 4 nimmt zusammen mit der Stff 10 an der NATO Übung GRAND SLAM teil

24.05.62 Flugleitung, Wetterberatung und Flugplatzfeuerwehr beziehen die neue Unterkunft in der 'H-Baracke'. Das Cafe Winkler wird geboren.

08.08.62 Olt Götz wird mit der Führung der Staffel betraut

19.01.63 Ball der HFlgStff 4 in der überfüllten Stadthalle Roth

01.04.63 Aufstellung der HFlgInstStff 207 als selbstständige Staffeln

24.01.63 Katastrphenübung 'UNTERNEHMEN SCHNEEWÜSTE' in Röckenhofen. Stff nimmt mit 7 Al II und DO 27 teil.

01.10.63 Aufstellung der AusStff 433

29.10.63 Anfänge der Luftrettung nach Unfällen. Dazu landet eine AL II auf dem Gelände der Nürnberger Krankenanstalten

18.12.63 DU 70 wrd von der Stff 4 übernommen, die Hallen 66 und 67 gehen in die Nutzung der Stff über.

Nach der Aufstellung des Heeresfliegerbataillons 4 am 01.03.64 wird aus der Heeresfliegerstaffel 4 die 2te Staffel des Bataillons unter StffKpt Olt Kehr


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HFlgBtl 4 1963-71

01.03.64 Aufstellung des Heeresfliegerbataillons 4; Erster Kommandeur wird Major Stephan

22.05.64 Beim Umsteigen nach der Landung läuft Olt Allemann in die noch laufende Luftschraube einer Do 27 und wird dabei tötlich verletzt.

Juni 64 Unterflurtankanlage im Kfz Bereich wird übernommen

September 64 5-Tage Fußmarsch von Roth nach Stuttgart (210km) unter Leitung von Olt Kehr

28.09.-02.10.64 Bataillonsübung im Raum Ingoldstadt-Bernau

02.-07.11.64 Gefechtschießen in Stetten a.k.M.

November 64 Kaserne wird in 'Otto-Lilienthal-Kaserne' umbenannt

22.-26.04.65 Btl-Übung 'MÄRZVOGEL'

04.05.65 übernimmt das Bataillon 4 feierlich seine neue Bataillonsfahne

18.-23.06.65 findet ein Gefechtschießen in Hohenfels statt

25.07.65 Krankentransport für einen Schwerverletzten Bauarbeiter von Kötzting nach Erlangen

06.08.65 10000 Stunden Feier des HFlgBtl 4

13.-16.09.65 120km Fußmarsch nach Niederstetten

Dez. 65 findet für die Kinder der Soldaten eine Nikolausfeier statt

09.-15.12.65 Gefechtsschießen in Grafenwöhr

04.03.1966 können die ersten Schützenschnüre verliehen werden

April 1966 unterstützt das Bataillon im Rahmen eines Manövers die 4. Panzergrenadierdivision, Generalleutnant Hepp kommt zur Dienstaufsicht

Sommer 1966 Besuch des Divisionskommandeur GenMaj Chrashey

Sommer 1966 Deutsche Segelflugmeisterschaften finden auf dem Heeresflugplatz in Roth statt.

09.09.66 War damals noch möglich. Mitflug der Ehefrauen der Feldwebel.



17.09.66 Tag der Offenen Tür

22.11.66 wird Hauptmann Ross in den Ruhestand verabschiedet, nachdem er in den Bayerischen Landtag gewählt wurde

28.01.67 Katastrophenschutzübung im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit

09.-11.05.67 Übung 'FEUERSTEIN'

11.05.67 Flugunfall währen der Übung 'FEUERSTEIN'. Eine AL II stürzt beim Rückwärtshovern ab.

10.06.67 HFlgBtl 4 veranstaltet 'Wallensteins Lager' O Groner nimmt teil und wird zum Ritter geschlagen

20.09.67 Staffelabend


06.10.67 Das Btl 4 wird an Maj von Arenstorff übergeben

09.-19.10.1967 Gefechstschießen Wildflecken

01.04.68 Hptm Summerer führt mit AL II einen Rettungsflug durch: Roth-Waldsassen-Erlangen-Roth

23.04.68 Flugunfall mit AL II. Bei Sicherheitslandung schlägt der Hauptrotor ein den Rumpf ein.

04.09.68 Erneuter Rettungsflug mit AL II (Querschnittslähmung). Roth-Grafenau-Bayreuth- Roth.

15.-21.09.68 Großübung II.Korps 'SCHWARZER LÖWE', anschließender Manöverball in Krumbach

16.09.68 Flugunfall mit AL II nach Leitungseinflug bei Landberg/Lech

Dez. 1968 Nikolaus und Weihnachtsfeier des Btl

07.01.69 Tötlicher Flugunfall von Olt Förstel nach 'White out' mit AL II

08.08.69 Der ersten beiden UH 1 D werden in Oberpfaffenhofen abgeholt und der 3./4 übergeben.

04.08.69 Die Do 27 wird außer Dienst gestellt. Seit die Do 27 in Roth Dienst tat, wurden 15463 Stunden unfallfrei geflogen.

01.-06.09.69 Übung 'Neue Perücke'

21.11.69 Gemeinsame Gelöbnisfeier mit LAR 3 in Spalt

01.04.70 Hptm Roesen wird stvKdr des HFlgBtl 4

07.07.70 Eine UH 1D stürzt nach Leitungseinflug im Wimbachgries bei Berchtesgaden ab. 13 Kameraden sterben

14.-19.08.70 Übung 'HARTE WALNUSS'

01.10.70 OTL von Arenstorff übergibt die Führung des Btl 4 an M Roesen

31.03.71 Das HFlgBtl 4 wird aufgelöst


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leHFlgTrspRgt 20 1971-79


Das leHFlgTrspRgt 20 wurde am 01.04.1971 aus verschiedenen bereits vorhandenen Truppenteilen aus Neuhausen ob Eck und Roth aufgestellt. Regimentskommandeur ist OTL Veser. Nach der Neuaufstellung hatte das Regiment zunächst Schwierigkeiten der räumlichen Trennung zu überwinden, da die gesamte Technik mit Ausnahme der Instandsetzung in Roth, jedoch die Instandsetzung sowie der RgtStab in Neuhausen o.E. war.

08.-28.09.71 Teilnahme an der Übung 'HELENIC EXPRESS' durch Rgt 20 .

02.09.71 Bei einer Dammlandung hat eine UH 1D Wasserberührung mit dem Heckrotor. Obwohl die Heckrotorwelle abgeschert wird, kann der Pilot sicher landen.

Am 02.10.72 verlegte schließlich auch die 1./LfzTAbt 220 nach Roth. Es gibt Beschwerden wegen der Unterkünfte, z.Teil müssen Familien ins 35km entfernte Greding untergebracht werden. Erst am 02.07.73 ist die LfzTAbt 220 schließlich komplett, nachdem auch die 3. Staffel nach Roth verlegt hat.

17.12.73 verunglückt HFw Mitterer tödlich, nachdem er in den Heckrotor geraten war

30.03.74 Olt Sziele erreichte seine 1000. Flugstunde

24.06.-04.07.74 Übung LIBELLE/COLIBRI XII in Süddeutschland

01.07.74 Das leHFlgTrspRgt 20 stellt ab sofort einen SAR-Hubschrauber in Nürnberg bereit

18.-21.06.75 Teile des Regimentes nehmen an der Übung COLIBRI XIII in Frankreich teil.

25.06.75 Oberst von Ahrenstorff übergibt das Regiment an OTL Jablonski

15.-19.09.75 Das gesamte Regiment 20 nimmt an der Großübung GROßE ROCHADE teil

Dez. 75 Der Instandsetzungszug kann die neuerbaute Halle 63 beziehen

29.-31.01.76 Die Übung EISVOGEL findet auf dem Heeresflugplatz Roth statt

März 76 Einige Soldaten nehmen an der Übung 'ALTAS EXPRESS’ teil

01.05.76 Fly-in anlässlich des fünfjährigen Bestehens des leHFlgTrspRgt 20 in Roth

15.04.76 Während eines Einsatzfluges wird ein Waldbrand im Entstehen entdeckt, ein größerer Schaden kann so verhindert werden.

19.05.76 Tag der Ausbildung beim Regiment 20

Mai 1976 Hubschrauber des Regimentes leisten Hilfe bei Erdbebenkatastrophe in Italien

21.-30.07.76 Teilnahme des Regimentes an der Übung COLIBRI

Nov 76 Soldaten des Regimentes 20 sammeln insgesamt 4560 DM für die Deutsche Krieggräberfürsorge

04.11.76 Feierlicher Appell anlässlich des 20 Jährigen Bestehens der Garnison in Roth

07.-14.01.77 Truppenübungsplatzaufenthalt des Regiment 20 in Münsingen

02.-13.05.77 Teilnahme des Regimentes an der Übung 'Schlagender Falke’

April 79 Absturz eine Phantom F4, eine SAR Maschine aus Roth ist im Einsatz

Mai 79 Übung 'HAMBURG 79'

Juni 79 Übung 'Grauer Kondor'


September 79 Die 1./210 veranstaltet die Verabschiedung der Staffel im Kärlinger Haus (Nationalpark Königssee bei Berchdesgaden)


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HFlPlKdtr 202 1969-94

Die Heeresflugplatzkommandantur existierte fast 32 Jahre lang und ist damit ein bedeutender Bestandteil der Geschichte des Flugplatzes Roth. Zunächst war die Bezeichnung Heeresfliegerkommando (HFlgKdo) 462.


Unterstellt war sie dem Heeresfliegerkommando 2 in Laupheim. Als Geburtstunde gilt die Übernahme am 2. September 1961 durch Olt Kurt Winkler, einem hochdekortierten Weltkriegsteilnehmer. († 1992)

Zu Beginn mangelte es an Unterkünften, die Kommandantur begann mit wenigen Soldaten, zivilen Arbeitern und 4 Feuerwehrleuten. Da die Luftwaffe bereits am Standort Roth vertreten war, mangelte es an Unterkünfte. Das Personal der HFlgPlKdtr 202 mußte deshalb verteilt untergebracht werden. Dem wurde abgeholfen.

1962 wurde ein Gebäude (die H-Baracke) errichtet und das Personal -der Stab, die Flugwetterwarte, die Flugabfertigung und die Feuerwehr- zentral untergebracht.
Die H-Baracke wurde 1989 abgerissen, nach dem das Towergebäude fertig gestellt war
Die volle Stärke erreichte die HFlgPlKdtr erst 1964.

1969 wird Hptm Winkler in den Ruhestand versetzt, es übernimmt Hptm Emmendorfer.
Im selben Jahr erhielt die Einheit eine neue StAN, diese wurde noch im selben Jahr eingenommen.
Im Jahr 1971 wird das am Platz ansässige HFlgbtl 4 zum 'leichten Transporthubschrauberregiment 20’ umgerüstet. Dieses wird mit dem Typ Bell UH 1D ausgerüstet und das bedeutet für das Kommando neue Aufgaben. Im selben Jahr wird der die Führung an Major Nitz übertragen.

1972 unterstützt das Kommando die Olympischen Spiele in München. Zur Bewachung des Flugplatzes werden zivile Wachkräfte angeworben. Nach wir vor bewachen zivile Kräfte den Flugfeldbereich.

Am 1. Okt 1973 wird das HFlgkdo 462 schließlich in Heeresflugplatzkommandantur 202 (HFlgKdtr) umbenannt, nachdem die Einheit eine neue StAN eingenommen hatte.

Bei der Übung COLIBRI XII mußte die HFlgKdt 202 1974 mit allen Kräften unterstützen.
Zu dieser Zeit bestand die HFlgKdtr 202 aus 67 Zivilisten, 2 Offz, 4 Uffz und 17 Mannschaften.

1978 übernimmt Major Weinig das Kommando über die Kommandantur, im Jahr darauf entsteht das Towergebäude.
Das HFlgRgt 26 wird 1979 auf dem Flugplatz aufgestellt.

Zu Beginn des Jahres 1980 wird das Towergebäude bezogen.

1985 kann die Zivilwache am Eingang des Flugbetriebsbereiches in ein neues Gebäude einziehen. Daneben entsteht eine Zwingeranlage für die Diensthunde.

1986 feiert die Kommandantur ihr 25 jähriges Bestehen mit Gulasch und Bier. Im selben Jahr wird mit dem Bau der neuen Feuerwache begonnen.

1987 unterstützt die HFlgPlatzKdtr die Korpsübung KECKER SPATZ. Diese wurde zusammen mit französischen Einheiten durchgeführt und war die letzte Großübung dieser Art in der Bundeswehr.

1988 kann das neue Gebäude der Feuerwehr eingeweiht werden und wird sofort durch ein Baumpflanzungsaktion 'begrünt’.


1989 wird die H-Baracke endgültig abgerissen. Flüchtlinge aus der ehemaligen DDR werden in der Kaserne einquartiert.

1990 wird die HlfgPlKdtr von OTL Weinig an OTL Pelzner übergeben. In diesem Jahr wird bekanntgegeben, das die Kommandantur in den nächsten Jahren aufgelöst werden wird.
Im selben Jahr erhält die Geophysikalische Beratungsstelle eine Schüssel zum Empfang von Satellitendaten.

1994 wird die HFlgPlKdtr von ihren Aufgaben entbunden. Der danach gestohlene Bronzeadler (gegossen 1911) wurde nach einer Anzeige in der Zeitung zurück an seinen Platz gestellt.


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